Bericht zum Protesttag am 05. Mai 2026 | Dresden

Am Dienstag waren wir in der Dresdner Neustadt, um an der Seite von Selbstvertreter*innen und Allies ein Zeichen für Gerechtigkeit für Menschen mit Behinderungen (MmB) zu setzen.

Es gab ein tolles Programm mit viel Kultur und Beiträgen von Selbstvertreter*innen. Auch Norbert Richter vom Dresdner Gehörlosenverband hielt eine Rede über die anhaltenden Barrieren, die immer noch Alltag für T*taube Menschen sind.

Kernthema der Reden waren die geplanten Kosteneinsparungen der Assistenzen in nahezuallen Bereichen und der damit einhergehenden Freiheitseinschränkung von MmB. Werden Mittel für Assistenzleistungen gekürzt, werden MmB in noch mehr in ihren Rechten eingeschränkt, ihre Selbstbestimmtheit untergraben und jetzige Leistungserbringer*innen können ihren Beruf verlieren.

Das trifft auch uns Dolmetschende. Wenn immer weiter am falschen Ende gespart und Dolmetschkosten gekürzt oder gestrichen werden, gehen auch die Aufträge zurück. Weniger Aufträge und weniger Verdienstmöglichkeiten können dazu führen, dass einige von uns sich einem anderen Brotjob umsehen müssen. So verschärft sich die ohnehin schon lückenhafte Abdeckung von Dolmetschbedarf bis zu einem Punkt, an denen die Teilhabe von T*tauben Menschen am gesellschaftlichen Leben kaum noch garantiert werden kann.

Deswegen sagen wir NEIN zu den Kostenkürzungen- und streichungen!

Bericht von Jasmin Ulrich